Dr. Andreas Gerndt (DLR) · Data Science im DLR - Das haben wir doch immer schon gemacht, oder?

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung. In fast allen Bereichen der DLR-Forschung fallen große Datensätze an, die durch aufwändige Prozessierungsmethoden für die wissenschaftliche Analyse aufbereiten werden. Der Vortrag wird einige exemplarische Aktivitäten präsentieren und die Vielfalt der Arbeiten am DLR aufzeigen. Es wird aber auch hinterfragt, ob es sich hier tatsächlich um dezidierte Datenwissenschaften handelt oder lediglich um anwendungsorientierte Datenanalyse, bei der mehr die ingenieurwissenschaftliche Fragestellung als die originäre Methodenforschung im Vordergrund steht.

An dieser Stelle kommt das neue DLR-Institut in Jena ins Spiel, das sich zur Aufgabe gemacht hat einen Perspektivenwechsel vorzunehmen um die Datenwissenschaften in den Mittelpunkt einer querschnittsorientierten Methodenforschung zu stellen. Nur so werden sich die zunehmend explodierenden Datenmengen auch in Zukunft noch sinnvoll analysieren lassen. Und die methodischen Ansätze stellen dann nicht nur einen Mehrwert für eine einzige Teildisziplin sondern für alle Programme des DLR (und darüber hinaus) dar.

Kurzbiographie

Dr. Andreas Gerndt leitet die Abteilung "Software für Raumfahrtsysteme und interaktive Visualisierung" am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Als Informatiker in einer durch die Ingenieurwissenschaft geprägte Domäne sieht er seinen Forschungsschwerpunkt vorrangig in der Entwicklung von Methoden und Prozessen, die die Kooperation in interdisziplinären Arbeitsumgebungen untersuchen und verbessern. Von herausragender Bedeutung sind interaktive Ansätze, die einen schnelleren und intuitiveren Zugang zu komplexen Systemverhalten und dynamischen Simulationsprozessen erlauben. Ergänzt werden diese Forschungsaktivitäten durch die Entwicklung neuer modell-basierter Verfahren um letztendlich robustere und fehlertolerante Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt zu ermöglichen.
Nach dem Diplom in der Informatik an der Technischen Universität Darmstadt im Jahr 1993 arbeitete Dr. Gerndt als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institute für Graphische Datenverarbeitung. Danach war er für verschiedene Unternehmen als Software-Ingenieur mit Schwerpunkt auf Software Engineering und Computergrafik tätig. 1999 führte er seine Forschungen in der Methodenentwicklung für Virtual-Reality-Arbeitsumgebungen und Anwendungen der wissenschaftlichen Visualisierung an der RWTH Aachen fort, an der er mit einer Dissertation in Informatik abschloss. Nach zwei Jahren interdisziplinärer Forschungsaktivitäten als Post-Doktorand an der University of Louisiana, Lafayette, USA, kehrte er 2008 nach Deutschland an das DLR zurück.

Weitere Informationen über seine Mission beim DLR:
www.dlr.de/sc/srv

 

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