Distinguished Lecturer Series · Sommersemester 2016

DLS-SoSe2016

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Das Institut für Informatik veranstaltet in diesem Sommersemester zum dritten Mal eine „Distinguished Lecturer Series“, für die international renommierte Vortragende gewonnen werden konnten.
Die Vorträge finden jeweils 17:00 Uhr in Hörsaal 1 im Abbeanum (Fröbelstieg 1) statt und sind öffentlich.
Gäste sind herzlich willkommen!

 

 

 

show Content 11.05.2016 · Jochen Triesch · Goethe-Universität Frankfurt a. M. · What is the neural code?

Triesch

In contrast to today's silicon computers our brains achieve their marvelous abilities using components that act a thousand times slower than the clock speeds of modern computers. Instead, our biological „super computers“ use close to a hundred billion neurons in parallel. These neurons communicate via the exchange of discrete voltage signals called action potentials. Trying to understand the neural code, i.e. how these signals encode information about our perceptions, thoughts, and actions has remained a major challenge. Progress has been limited by two roadblocks. First, the responses of individual neurons seem to be very unreliable, making it hard to map a neuron to a precise function. Second, experimental techniques have limited us to sampling the activity of only small numbers of neurons at the same time. Recent experimental and theoretical advances now promise to finally overcome these barriers.

 

show Content 18.05.2016 · Hannah Bast · Albert-Ludwigs-Universität Freiburg · Semantic Search: Past, Present, Future

Bast

Semantic search is an umbrella term for all kinds of information retrieval involving a non-trivial human-like "understanding" of the query and/or the data. I will talk about the history of semantic search, current developments, and dare a glimpse into the future. I will highlight two results from our own research on the topic: interactive search on text combined with a large knowledge base, and question answering on large knowledge bases using machine learning. There will be several demos and numerous examples. The talk should be understandable for a general audience.

 

 

 

 

show Content 25.05.2016 · Uwe Schöning · Universität Ulm · Algorithmen für das Erfüllbarkeitsproblem SAT

SchoeningDas SAT-Problem ist das erste, von dem die NP-Vollständigkeit nachgewiesen werden konnte, ebenso von dem eingeschränkten Problem 3SAT. Trotz NP-Vollständiglkeit zeigt sich, dass so genannte SAT-Solver in vielen Fällen Instanzen des SAT-Problem mit Tausenden von Variablen effizient lösen können. Es werden verschiedene Arten von SAT-Algorithmen besprochen, sowohl Backtracking-basierte als auch solche, die mit lokaler Suche arbeiten.

 

 

 

 

show Content 09.06.2016 · Ulrik Schroeder · RWTH Aachen · Schülerinnen und Schüler für Informatik begeistern

SchroederTrotz der unbestritten hohen Relevanz der Informatik für Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft führt sie in deutschen Schulen ein Schattendasein. Eine Folge ist, dass sich zu wenige Nachwuchskräfte für das Studienfach Informatik interessieren und ein IT-Fachkräftemangel seit Jahren besteht. Darüber hinaus weist ein Informatikstudium eine der höchsten Abbruchquoten aller Studienfächer auf. Eine in Studien häufig genannte Erklärung dafür ist, dass Studienanfänger-innen ein falsches Bild von der Wissenschaft, der Profession und vom Studium der Informatik haben. Ein weiteres eklatantes und weiter verstärkendes Problem der Informatik besteht darin, dass insbesondere zu wenige junge Frauen das Fach wählen und somit fast 50% der potenziellen Nachwuchskräfte und Talente sich dem Fach verweigern.

Daher werden seit vielen Jahren außerschulische Lerngelegenheiten entwickelt, die Kindern und Jugendlichen technische Fächer (MINT-Bereich) und dabei zunehmend Programmieren und Informatik näherbringen sollen. In diesem Kontext hat auch die RWTH Aachen das deutschlandweit erste (reine) Informatik-Schülerlabor InfoSphere gegründet, um Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, die Faszination der Informatik auf vielfältige Weise zu entdecken und sich ein möglichst realistisches Bild der Vielfalt der Informatik zu machen. Ferner erreicht die RWTH mit ihrem Projekt go4IT! Seit mehreren Jahren gezielt Mädchen in ihren Schulen. Primäres Ziel in beiden Projekten ist es, Jugendlichen zu ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen, das Wahlfach Informatik in der Schule zu belegen, um ggf. bei Eignung und Interesse das Studienfach aufzunehmen. Trotz vielfacher Bemühungen außerschulischer, informatischer Lerngelegenheiten insbesondere für die stark unterrepräsentierte weibliche Jugend hat sich am Mangel der Studienabsolvent-inn-en und insbesondere an der Beteiligung von Studentinnen insgesamt wenig geändert. Es gibt zu wenige wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse darüber, welche Maßnahmen förderlich wirken und welche motivationalen Faktoren gezielt beeinflusst werden müssen. In der Präsentation sollen daher die Erkenntnisse dreier Studien zu den beiden prominenten Maßnahmen der RWTH Aachen vorgestellt werden.

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Diese Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung vom Thillm anerkannt.
Die Veranstaltungsnummer lautet 177201301
Die Anmeldung für Lehrer ist ab sofort auf dieser Seite möglich.

show Content 29.06.2016 · Kai-Uwe Sattler · Technische Universität Ilmenau · Bitwise Dimensional Co-Clustering: Datenorganisation und Anfrageverarbeitung für agile Data Warehouses

SattlerRelationale Datenbanktechnologie bildet trotz aktueller Hypes um Big Data nach wie vor das Herzstück moderner unternehmenskritischer Anwendungen. Gerade für entscheidungsunterstützende Anwendungen mit komplexen Schemata sind interaktive, explorative Analysen unverzichtbar. Speziell für derartige Anwendungen wurden in den letzten Jahren u.a. mit Column Stores, In-Memory-Processing, Kompression, speziellen Indexstrukturen und materialisierten Sichten eine ganze Reihe von Techniken entwickelt, die insbesondere auch den aktuellen Entwicklungen im Hardwarebereich Rechnung tragen.

Im Vortrag wird mit BDCC - Bitwise Dimensional Co-Clustering - ein solcher Ansatz vorgestellt, der multidimensionale Datenorganisation für Column Stores mit automatisierten Schema-Tuning und Anfrageverarbeitungstechniken für moderne Hardware kombiniert. Im Rahmen eines Prototyps für das Actian Vector DBMS konnte damit eine deutliche Performancesteigerung bei geringerem Ressourcenverbrauch demonstriert werden.