Fachliche Grundlagen
Wie trifft man soziotechnische Entscheidungen?
Modelle und Bestandteile soziotechnischer Urteilsprozesse.
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Ein Mann sitzt vor einem Laptop und erhält viele Reaktionen per Social Media. Freunde rufen ihn an.
Foto: Adobe Stock
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Es ist eine wenig bekannte, aber zutiefst beunruhigende Tatsache, dass Ihr Smartphone Sie längst besser kennt als Ihre besten Freunde. Es weiß nicht nur, wann Sie schwach sind und scrollen, obwohl Sie eigentlich schlafen wollten – es kennt Ihre Ängste, Ihre Eitelkeiten, Ihre unbewussten Vorlieben. Und es nutzt dieses Wissen mit einer Präzision, die selbst den raffiniertesten Manipulator alt aussehen lässt. Nicht aus Bosheit. Sondern weil Menschen es so programmiert haben.
Informatiksysteme wirken tief in unseren Alltag hinein – sie beeinflussen, was wir wissen, wie wir handeln und welche Möglichkeiten uns offenstehen. Deshalb ist es wichtig, Lernende dazu zu befähigen, die dahinterliegenden Mechanismen zu durchschauen, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen kritisch zu beurteilen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Wir nennen das soziotechnische Urteilskompetenz.
Doch was bedeutet das konkret für den schulischen Alltag? Welches Wissen, welche Fähigkeiten und welche Einstellungen benötigen Lernende, um kompetente soziotechnische Entscheidungen treffen zu können? Und wie lässt sich diese abstrakte Anforderung greifbar im Informatikunterricht verankern? In unserer Fortbildung versuchen wir auf diese Fragen eine Antwort zu finden.
Termin: 11. Juni 2026
Dauer: 9:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr
Zielgruppe: Informatiklehrkräfte und Lehrkräfte des Fachs Medienbildung & Informatik in der Sekundarstufe
Die Fortbildung ist vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)Externer Link akkreditiert und wird in Kooperation mit diesem ausgerichtet.